WAS GIBT ES NEUES

Cornelia Bruell, akademisch-philosophische Praktikerin und Moderatorin der Veranstaltungsreihe.
Cornelia Bruell, akademisch-philosophische Praktikerin und Moderatorin der Veranstaltungsreihe.
Kai Kranner, akademisch-philosophischer Praktiker, ist der Gast des ersten philosophischen Cafés nach der Sommerpause.
Norah Joskowitz bei der Arbeit.
Photocredits: Nicole Viktorik
Indian Kimonorah *Limited Edition*
Photocredits: Nicole Viktorik, Niko Havranek und Olivia Schwarz
In der KÜMMEREI FAIRtigung entsteht ein Kimonorah.
Unser Mann an der Nähmaschine: Herr Ghasem
#fashionrevolution www.fashionrevolution.org
Saree meets Kimonorah.
Photocredits: Nicole Viktorik, Niko Havranek und Olivia Schwarz

KANT_INE denkt nach. Das Philosophische Café am 04.11.2019

Gefängnis. Sinn und Unsinn. Cornelia Bruell im Gespräch mit Monika Mokre.

04.11.2019 ab 19.00 Uhr
KANT_INE VierZehn, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien
EINTRITT FREI! Wir bitten um Anmeldung: philo-cafe@jobtransfair.at

Schon Michel Foucault hat in Überwachen und Strafen die gesellschaftliche Funktionsweise des Gefängnisses untersucht. Die Logik der Haft bringt Machtstrukturen hervor, die sich auch auf andere Lebensbereiche überträgt.

Wir fragen bei Monika Mokre nach, die sich eingehend mit dem Phänomen Gefängnis auseinandergesetzt hat. Wozu sind Gefängnisse gut? Welche Subjekte bringen sie hervor? Wie geht unsere Gesellschaft mit (ehemaligen) Insassen um? Und schlussendlich: Befinden wir uns heute aufgrund der transparenten Logik der Daten in einem einzigen großen Gefängnis im Sinne Benthams Panopticon?

Monika Mokre forscht an der Akademie der Wissenschaften am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte.

Cornelia Bruell ist akademisch-philosophische Praktikerin mit eigener Praxis PHILOSKOP. Find us on facebook: https://www.facebook.com/Kantinedenktnach/

Das 11er-Fragen-Quiz am 23.10.2019 ab 19.00 Uhr

KANT_INE VierZehn, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien
 
Wissen Sie, wo das UEFA Champions League-Finale der Männer stattfindet? Welches Team das erste CL-Finale der Frauen gewann? Oder was unter „Quinta del Buitre“ zu verstehen ist?
Ja? Herzliche Gratulation, dann sind Sie AspirantIn auf den Sieg des „11er-Fragen-Quiz“, einer neue Veranstaltungsreihe von Job-TransFair, die jeweils analog zu den Champions-League-Runden in der KANT_INE VierZehn stattfindet.
 
90 Minuten vor Anpfiff der aktuellen Runde „RB Salzburg gegen Napoli“ stellt Moderator Thomas Rihl brandneue Elferfragen, die es sicherlich auch dieses Mal in sich haben. Mit-Rater*innen können sich auf einen unterhaltsamen und spannenden Abend freuen. Mitmachen können gemischte Rateteams von maximal sechs Personen und Einsteigen ist in jeder Runde möglich. Im Anschluss kann das aktuelle Spiel gemeinsam genossen werden. Anmeldung bitte per E-Mail an thomas.rihl@jobtransfair.at oder über Facebook bis 23.10. um 12.00 Uhr.

 

 

KANT_INE denkt nach: Das philosophische Café ist wieder da!

Unberührt - die Krisen und wir.
Cornelia Bruell im Gespräch mit Kai Kranner.
Mo. 02.09.2019, 19.00 bis 21.00 Uhr

Die Gesprächsreihe "Kant_ine denkt nach" startet gleich mit zwei neuen Gesichtern aus der Sommerpause: Die philosophische Praktikerin Dr.in Cornelia Bruell vertritt Katharina Lacina als Moderatorin und diskutiert mit dem Philosophen Kai Kranner folgende interessanten Fragestellungen:

  • Wie reagieren wir auf politische, humane und ökologische Katastrophen?
  • Wachsen uns die Ereignisse über den Kopf?
  • Wie weh tut die Wirklichkeit? Was tun gegen die Abgestumpftheit?
  • Fehlt uns die Verbindung zur Welt?
  • Helfen Hartmut Rosas Konzepte wie „Resonanz", „anverwandeln“ und „Weltaneignung“?

Cornelia Bruell ist akademisch-philosophische Praktikerin mit eigener Praxis PHILOSKOP. Sie unterrichtet im Lehrgang Philosophische Praxis der Universität Wien, am Institut für Politikwissenschaft, der Donau Uni Krems sowie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mehr auf www.philoskop.org

Kai Kranner ist akademisch-philosophischer Praktiker mit eigener Praxis denkspuren. Er philosophiert mit Kindern an diversen Schulen, unterrichtet an der Donau Uni Krems sowie der Pädagogischen Hochschule Baden. Mehr auf www.denkspuren.com


Weitere Veranstaltungsdetails:
KANT_INE VIER ZEHN in der Sargfabrik, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien, Eintritt frei.
Wir bitten um Anmeldung wenn möglich bis Fr. 30.08.2019 unter: philo-cafe@jobtransfair.at

Mode machen, wie bei einem Einkauf am Wochenmarkt.

Norah Joskowitz, Modedesignerin und Gründerin des Modelabels Valle ō Valle, erzählt, warum Fair Fashion für sie unumgänglich ist, warum sie in der KÜMMEREI Fairtigung produzieren lässt und auf wen sie bei ihrer Arbeit nicht verzichten kann.

Die 32-Jährige Norah Joskowitz wollte als Kind eigentlich Barkeeperin werden. Statt farbenfroher Mixgetränke erschafft sie mit ihrem Label Valle ō Valle seit 2018 das Fair-Fashion-Multitalent namens Kimonorah, eine Kombination aus Cardigan und Kimono. Produzieren lässt die Jungunternehmerin ihre wallenden Lieblingsstücke in der KÜMMEREI FAIRtigung von am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen, die damit Schritte zurück ins Erwerbsleben machen.

Liebe Norah, wer oder was hat dich auf die Idee gebracht, Kimonorahs zu entwerfen und ein eigenes Label zu gründen?
Der erste Kimonorah ist in Indien entstanden, ich habe ihn damals für mich selbst anfertigen lassen. Ich liebe diese Art Kleidungsstücke. Und dann bin ich mit meinem Einzelteil herum gezogen und wurde oft gefragt, woher ich es hätte. In Indien geht man einfach zum Schneider, sagt, was man gerne hätte und justiert mit Händen und Füßen ein wenig nach. Zurück in Österreich war das Feedback immer noch sehr gut und ich dachte mir, das ist der richtige Zeitpunkt für meine Selbstständigkeit.

Was hat es mit dem Namen deines Labels Valle ō Valle auf sich?
Der Name kommt von dem Wort „wallen“. In diesem Fall bezieht es sich auf den Stoff der beim Tragen in Wallung gerät. Man nennt auch weite, lange Blumenkleider – Walle-Walle Kleider. Das erfreute ō drückt die einhergehende Leichtigkeit aus.

Wie kam es zur Kooperation mit der KÜMMEREI FAIRtigung?
Das war der Tipp einer Freundin. Sie hat mich mit der Kümmerei Fairtigung vernetzt. Ich bin den ganzen Weg mit der Kümmerei gegangen. Das heißt, die Zusammenarbeit startete schon vor meinem Launch Oktober 2018. Bereits die Prototypen habe ich bei der Fairtigung produzieren lassen.

Warum hast du dich für die KÜMMEREI FAIRtigung entschieden?
Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als in Wien zu produzieren, der Stadt, in der ich arbeite und lebe. Für mich ist es so, als würde ich Mode wie bei einem Einkauf am Wochenmarkt machen. Das ist etwas, das es in der Modewelt kaum noch gibt und daher ist es so besonders.

Warum ist dir der Fair-Fashion-Gedanke so wichtig?
Es war für mich unumgänglich, faire Mode zu machen. Ich hatte mich zuvor für ein paar Jahre von der Modewelt distanziert. Nicht nur, weil der Ton in der Mode nicht immer der höflichste ist, sondern auch, weil die Industrie so sorglos mit Mensch und Natur umgeht. Ich habe den Eindruck und die Hoffnung, dass sich gerade etwas in der Modebranche verändert. Ich will zeigen, dass man Mode machen kann, die laut und präsent ist, bunt und wild und trotzdem nachhaltig. Und das zu beweisen spornt mich an, langfristig damit Erfolg zu haben und ein Vorbild für andere Labels sein zu können.

Deine Kimonorahs tragen phantasievolle Namen wie Swan Lake, Blue Bird oder Black Panther. Woher beziehst du deine wunderschönen Stoffe?
Es gibt viele verschiedene Bezugsquellen, ein momentan wichtiger Stofflieferant liegt in Hamburg. Es ist jedoch äußerst schwierig, nachhaltige Stoffe zu finden, die mir gefallen. Wenn ich konventionelle Stoffe verwenden würde, wäre das alles deutlich einfacher.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?
Ich freue mich sehr, wenn ich einen Entwurf das erste Mal sehe und er genau so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe.

Was war das schönste Kompliment für deine Arbeit, das du je bekommen hast?
Das schönste Kompliment ist der Moment, in dem eine Kund*in sich in einen Kimonorah verliebt.

Auf was oder wen könntest du nicht verzichten?
Auf Julia Fidesser von der Kümmerei Fairtigung und meinen Art Director Sebastian Hofer. Julia ist unersetzbar, mit ihrem Engagement und ihrem Verständnis für ihre Arbeit. Sie nimmt ein Projekt an und brennt dafür. Das gleiche gilt für meinen Art Director Sebastian Hofer, er macht alles mit einer Faszination und einer Professionalität, die ich selbst bei weitem nicht so abliefern könnte. Ich kann mich nur verbeugen vor der Leistung der beiden.

Was war dein Traumberuf als Kind? Und welche beruflichen Vorstellungen hatten deine Eltern für dich?
Ich wollte Cocktails mixen, also Barkeeperin werden. Ich war komplett frei, meine Eltern haben uns immer alles selbst entscheiden lassen. ‚Das ist deine Entscheidung‘, war einer der Hauptsätze meiner Mutter. Auch wenn es darum ging, in die Schule zu gehen.

Was war dein liebstes Schulfach?
Schule war generell nicht so mein Ding.

Was war die beste Entscheidung deines beruflichen Lebens?
Fast jeden Job angenommen zu haben, der mir angeboten worden ist. Und nun den Mut gehabt zu haben, mich selbstständig zu machen.

Welche Entscheidung würdest du im Nachhinein gerne rückgängig machen wollen?
Keine, ich habe keine Zeit etwas zu bereuen was ich nicht mehr ändern kann.

Wenn du etwas in der Arbeitswelt verändern könntest, was wäre das?
Weiße Männer in Führungspositionen.

Dein/e liebste/r RomanheldIn?
Pippi Langstrumpf. Wir teilen das gleiche Lebensmotte: ‚Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt‘.

Wer ist dein/e LieblingsautorIn
Erich Kästner mag ich sehr. Er hat vieles geschrieben, das mich zum Lachen, als auch zum Nachdenken bringt. Gleiches versuche ich mit meinem Label widerzuspiegeln.

Welche Eigenschaften schätzt du bei anderen am meisten?
Ehrlichkeit und Scharfsinn.

Norah Joskowitz stammt aus Frankfurt am Main, sie lebt und arbeitet in Wien. Nach einem Bachelor-Studium in Modemanagement in Berlin, Zwischenstationen in Australien (work & travel) und Schweden (Magister in Modewissenschaften), führte sie ein Jobangebot nach Wien, wo sie sich 2018 mit dem Label Valle ō Valle selbständig machte.

Kontakt

Valle ō Valle Online Shop
Valle ō Valle auf Facebook
Valle ō Valle auf Instagram

Eine Auswahl der aktuellen Kollektion ist übrigens auch im "SCHÖN&GUT. Produkte mit Geschichte" verfügbar, dem Concept Store der KÜMMEREI, Preßgasse 28, 1040 Wien.
Weitere Infos auf www.fairkauf.at
produkte_mit_geschichte auf Instagram

 

 

 

 

 

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